Stillfotos für das Projekt|StillLieben

Stillbilder, Familienbett und Babybauch

Dokumentarisch begleitet

 

Für mein Projekt|StillLieben  habe ich mich auf den Weg zu Désirée (29) , Silwyna (3) und Loki (2) gemacht.
Geplant waren Stillbilder daheim und ganz ungestellt. Auf das Shooting hab ich mich schon besonders gefreut,
da Désirées Stillgeschichte einmalig ist und mich sehr fasziniert hat.
Zum Zeitpunkt des Shootings war Désirée schwanger und es sind viele Kuschelbilder entstanden.
Désirée hat mir ihre Stillgeschichte aufgeschrieben um euch daran teilhaben zu lassen.

Viel Spaß mit der Geschichte und den Bildern

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„Ja,ich wollte stillen. Unbedingt sogar und wenn es mir jedesmal schlecht werden würde dabei. Genau das war nämlich meine Angst.
Ich war schon immer sehr empfindlich an meinen Brüsten und konnte Berührungen absolut nicht leiden. Mir wurde sogar richtig schlecht davon.
Als Silwyna auf die Welt kam, wartete ich nicht einmal das ok der Hebamme ab. Ich hab sie einfach angelegt.
Und es hat gleich so gut funktioniert als hätten wir nie etwas anderes gemacht. Wir waren von Anfang an das Dreamteam.
Natürlich waren auch wir nicht vor wunden Brustwarzen und platzende Bläschen verschont geblieben.
Aber hey,da muss man durch. Einfach mal die Zähne zusammen beissen.

 

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Ich hab das Stillen schon immer sehr genossen, gerade weil es das war, das uns so fest aneinander gebunden hat.
Ich hab unter der Geburt Schmerzmittel bekommen, die mich in den Wehenpausen einschlafen ließen, weil ich bis dato keine Pausen hatte.
Leider haben die auch danach noch eine Weile gewirkt und ich hatte anfangs Problem zu realisieren, dass das Würmchen da jetzt mein Baby sein soll.
Zumal Mädchen und nicht Junge, wie erwartet.

 

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Dann Zuhause meine fürsorgliche Schwiegermutter, die mir Silwyna ständig wegnahm.
Natürlich hat sie es nur gut gemeint, aber für mich und unsre Bindung war es schlimm.
Das Stillen waren die Momente, die wir für uns hatten. In denen wir zusammengewachsen sind.

 

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Mit 4 Monaten meinte ich, sie müsse jetzt zugefüttert werden weil sie den Löffel haben wollte.
Ein bisschen probiert hat sie auch, aber nach ein paar Tagen hat sie den orangen Ekelschleim total verweigert.
Also hab ich sie noch zwei Wochen voll gestillt und noch einmal das Ganze. Aber sie blieb stur. Sie wollte keine feste Nahrung.
Also wieder voll stillen. Irgendwann hat sie ihn dann doch angefangen Brei zu essen.

 

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Aber warum hätte ich komplett aufhören sollen zu stillen? Da wir doch diese Momente so sehr genossen.
So kam es, dass wir über das erste Jahr hinaus stillten. Als Loki auf dem Weg war, wurde mir von meinem Frauenarzt geraten, ich solle abstillen.
Schwangerschaft und Stillen würden sich widersprechen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese Aussage zutraf.
In andern Kulturen stillen die Mütter auch weiter. Dank meiner Hebamme, die mich immer gut in Sachen Stillen unterstützte, blieb ich auch hier standhaft.
Silwyna war ja auch noch so klein.

 

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Loki wurde geboren und auch da war ich glücklich,dass ich Silwyna noch stillte. Sie kam kurz aufs Zimmer weil die Wehen nicht richtig losgehen wollten.
Stillen und zack, da waren sie, die Wehen. Milcheinschuss? Kein Problem! Silwyna trank in einfach weg. Milchstau, nicht bei uns.
Silwyna einfach ein paar mal mehr angelegt und es hatte sich in einem Tag erledigt.

 

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Tandem stillen war wunderschön. Zu sehen wie Silwyna ihren Bruder streichelte, ihm zeigte wie man die Brust nahm bzw. sie ihm hin hielt,
sein kleines Händchen hielt und wie auch ihre Bindung immer enger wurde.
Das Kuscheln und Abschalten mit den beiden und die verliebten Blicke, all das war unbezahlbar.

 

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Mit Hilfe meiner Hebamme und meines Mannes hielt ich auch den immer wieder kehrenden Aussagen wie: „Sie trinkt ihm ja die Milch weg“ ,
„Gib ihr doch einfach mal was zu essen oder Wasser,wenn sie an die Brust will. Das Kind hat halt Hunger“ stand.
Irgendwann wurde der Drucke seitens der Verwandtschaft aber immer größer. Manche Personen konnten es einfach nicht ertragen, dass ich noch stillte.

 

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Leider hat sie auch die Angewohnheit ständig mit meiner Brust zu spielen,was stellenweise wirklich lässtig ist.
So durfte ich mir jedesmal, wenn sie das in Anwesenheit der besagten Personen tat anhören , dass ich sie doch nun endlich entwöhnen soll,
dass sie ja sonst als Teenager noch am meiner Brust spielt und sie ein völlig gestörtes Verhältnis zu mir bzw. zu Brüsten bekommt etc. .
Loki wollte in der Zwischenzeit wirklich fast nur noch ausschließlich feste Nahrung, obwohl ich mir doch vorgenommen hatte ihn mindestens 8 Monate voll zu stillen.
Aber der kleine Kerl ist uns quasi bei jeder Mahlzeit in den Teller gesprungen. Er hat sich genommen was er wollte und war glücklich damit.

 

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Stillen wollte er nur noch nachts. 3 Schluck,dann schlief er. Also hatten sie mich soweit. Ich stillte ab.
Erst sie, dann einen Monat später ihn. Wegen 3 Schluck, da kann ich auch zurück zu meiner „Freiheit“.

 

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Ich habe jetzt noch die Schrecklichen Bilder vor mir. Wie sie sich schreiend auf den Boden wirft und sich vor innerlichen Schmerz windet.
Voller Unverständnis, warum sie denn nicht mehr trinken darf. Einfach abgestoßen. Und mein Herz blutete und auch mir liefen die Tränen.
Ein halbes Jahr lang hab ich nicht gestillt. Neue Haarfarbe, neues Tattoo, aber glücklich war ich nicht. Wir beide nicht.

 

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Sie versuchte heimlich zu trinken. Sich anzuschleichen, nachts mein T-Shirt einfach hoch zu ziehen… Dann war ich zu Besuch bei meiner neuen besten Freundin.
Und sie stillte ihren zwei Jährigen Sohn.

 

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Ich war so fasziniert, wie sie all dem blöden Geschwätz ihrer Umgebung trotzte und weiter stillte. So eine starke Frau – sie ist sich und ihrem Kind treu geblieben.
An dem Tag entschloss ich mich, es ihr gleich zu tun. Milch hatte ich noch, die war nie richtig versiegt.

 

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Erst wussten es nur mein Mann und meine Freundin. Dann die nächste Freundin, die es zwar nicht ganz verstand, mich aber dennoch unterstützte,
dann meine Lieblings-Facebookgruppe, mein Frauenarzt, meine Hebamme und mittlerweile darf es jeder wissen.
Denn ich bin stolz darauf und wir sind glücklich damit.

 

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Das halbe Jahr und dass ich Loki nur Sieben einhalb Monate gestillt habe bereue ich so sehr. Spätestens dann wenn Loki mal wieder krank ist.
Silwyna ist kaum krank und wenn, nur kurz und nicht so heftig. Ich muss mir keine Sorgen machen wenn sie mal wieder schlechter isst.
Sie bekommt ja genug aus meiner Milch.

 

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Bei Loki mach ich mir immer Sorgen. Und das Brustgrabschen ist eh nie besser geworden. Das war in dem halben Jahr sogar noch viel schlimmer.

 

 

Ich habe allen verziehen. In der heutigen Zeit hört man ja auch nichts anderes.
Sie wussten es vielleicht selbst nicht besser und ich war einfach zu schwach um standhaft zu bleiben.
Ich werde mir nicht mehr rein reden lassen. Und ich will anderen Müttern Mut machen.
Stillt so lange es euch und euren Kindern gut tut und lasst euch nichts anderes einreden.

 

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Ich freue mich schon sehr auf das nächste Tandemstillen. Auf die nächsten Jahre,die wir stillen.
Auf die Kuschelzeit, die innigen Momente, die Ruhe und Auszeit vom Alltag, die liebevollen Blicke meiner Kinder,
die Nähe und was das Stillen noch alles mit sich bringt.

 

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An dieser Stelle möchte ich mich auch mal bedanken.
Bei meinem wundervollen Gott, der mir Brüste geschenkt hat, die funktionieren und auch nach dem halben Jahr noch Milch produzieren.
Bei meinem Mann Christian, der mich immer unterstützt hat und immer hinter mir steht.
Bei meiner Hebamme Christine, die immer hilft so gut sie kann, bei meiner besten Freundin Nicole ohne die ich nicht wieder angefangen hätte,
bei Jacqueline, die zu mir und meiner Entscheidung steht und bei Corinna für die tollen Bilder und dieses wunderbare Projekt.“

 

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Désirée hat ihr drittes Kind Ziva inzwischen auf die Welt gebracht. Aus dem Tandemstillen wurde nichts.
Loki hat das Stillen nämlich wieder für sich entdeckt und sie stillt „tridem“.
Sie führt momentan eine wundervolle Stillbeziehung mit allen drei Kindern.

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